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Das '''Schlafzimmer''', auch '''Schlafkammer''' (kleines Schlafzimmer), '''Schlafstube''' oder '''Kubikel''' genannt, ist ein Zimmer einer Wohnung oder eines Wohnhauses, das von den Benutzern hauptsächlich zum Schlafen genutzt wird. Daneben ist das Schlafzimmer auch der Ort, an dem Paare am häufigsten Sex haben.

Die architektonische Absonderung spezieller Schlafräume, wie sie in wohlhabenden Ländern der westlichen Welt heute die Norm darstellt, ist historisch jung und weltweit auch in der Gegenwart durchaus nicht die Regel. Vielfach schlafen die Bewohner nachts in , die tagsüber zum Wohnen oder Arbeiten genutzt werden. In Japan wurde die Schlafmatte (???, shiki-buton) traditionell tagsüber weggeräumt. Auch in Kulturen, in denen traditionell in n geschlafen wird (Lateinamerika), werden diese, um Raum zu sparen, tagsüber weggehängt.

In wohlhabenden Ländern der westlichen Welt wird die Schlaffunktion eines Raumes nur dann mit anderen Funktionen verbunden, wenn die Beengtheit der Wohnverhältnisse eine funktionale Trennung nicht gestattet. Dies gilt etwa für sehr kleine Wohnungen (n) und Wohneinheiten in Studentenwohnheimen, Altenheimen und Ähnlichem, aber etwa auch für Kinderzimmer; in Ländern wie den Vereinigten Staaten haben Kinder neben ihrem Schlafzimmer häufig auch ein Spielzimmer (''playroom, family room'').

In weiten Teilen Europas enthalten Schlafzimmer neben Betten oft einen Nachttisch zur Aufbewahrung diverser Utensilien mit Nachttischlampe und Wecker sowie einen Schrank zur Aufbewahrung von Kleidung (siehe auch Kleiderschrank). Der ist oft ganz oder teilweise mit Teppich ausgelegt, weil man darauf mit nackten Füßen angenehmer läuft als auf Parkett oder Fliesenbodenbelag.

In großen Wohnungen und Häusern werden manche Schlafzimmer nur zum Schlafen genutzt; zum Ankleiden gibt es dann einen begehbaren Kleiderschrank oder einen separaten Raum.

Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Schlafzimmers

Schlafzimmer sind in Mitteleuropa eine vergleichsweise moderne Entwicklung. Einen Raum allein zum Schlafen zu nutzen, war lange Zeit eine fremdartige Vorstellung. Die Historikerin Judith Flanders weist darauf hin, dass es für die Entwicklung des Schlafzimmers im heutigen Sinne nicht entscheidend war, ob ein ein hinreichend großer Teil der Bevölkerung in Häusern lebte, die genug Räume hatte, sondern dass es dazu der Entwicklung eines ganz anderen Konzeptes des Zusammenlebens bedurfte. Dieses Konzept teilte Wohnraum auf nach seinen Funktionen (essen, schlafen, kochen oder waschen), nach Geschlechtern (Männer und Frauen beziehungsweise Jungen und Mädchen), nach sozialer Hierarchie (Herrschaft und Gesinde oder Dienstboten) und nach Generationen (Eltern und deren Nachwuchs). Das Mittelalter kannte eine solche Trennung nicht. Dort war die große Halle der mittelalterlichen Burg oder der einzige Raum der Kate der Lebensraum, den unabhängig von sozialer Stellung, Verwandtschaftsgrad, Alter und Geschlecht alle als Wohn-, Ess- und Schlafraum teilten. Dies war oft auch der einzige beheizte Raum.
Erste Anzeichen für die Entwicklung eines Konzeptes, das eine Trennung von Räumen nach Personen oder Funktionen erkennen lässt, sieht Flanders nicht vor dem 15. Jahrhundert: Die großen Stadthäuser, die in Italien während der Renaissancezeit neu gebaut wurden, umrahmten einen Innenhof und öffentliche und private Funktionen waren unterschiedlichen Flügeln des Gebäudes zugewiesen.

Selbst als ein nach Funktionen aufgeteiltes Haus bereits das Ideal häuslichen Zusammenlebens war, war dessen Umsetzung für einen sehr großen Teil der Bevölkerung nicht realisierbar. Über einen Raum zu verfügen, den eine einzelne Person oder ein Paar einzig dazu nutzt, um dort zu schlafen, wurde für große Teile der Bevölkerung der westlichen Welt erst im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts zur gelebten Realität. Entsprechend findet man Schlafzimmer früher im städtischen als im ländlichen Raum, konnten wohlhabende Schichten dieses moderne Ideal des häuslichen Zusammenlebens eher umsetzen als arme.

Wohnen ohne Schlafzimmer: Realität großer Bevölkerungsanteile bis weit ins 20. Jahrhundert

Judith Flanders vertritt die Ansicht, dass der heutige Mensch der westlichen Welt so sehr an einen durch Industrialisierung und Verstädterung allmählich entstandenen Wohnstandard gewöhnt ist, dass das Bewusstsein für seine Besonderheit verloren gegangen ist. Historische Realität für die Mehrzahl der westlichen Bevölkerung war bis ins 20. Jahrhundert ein Leben auf engstem Raum ohne separate Schlafgelegenheiten.

Die Wohnsituation der '' (1899) übermittelt, der ein Dienstmädchen folgendes berichten lässt:

Selbst in weitläufigen herrschaftlichen Häusern erwartete man im 19. Jahrhundert von Dienstboten, dass sie ihr Schlafzimmer mit anderen teilten. So berichtet ein Kammerdiener, der in den 1860er Jahren auf einem Landsitz in Irland arbeitete, dass er sein Zimmer mit drei bis vier anderen männlichen Bediensteten teilte. Ein Teil seiner Kollegen schliefen auf Klappbetten dort, wo der Schwerpunkt ihrer Arbeit war. verbunden, nutzte als Schlaf- und Ankleidezimmer den Raum, in dem der König auch mit seinen Ministern konferierte.

Rund 50 Jahre später fand man diese Gebräuche in Großbritannien als zunehmend überholt, während in Frankreich das Schlafzimmer durchaus noch von fremden Personen betreten wurde. In echauffierte sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts darüber, dass während eines Aufenthalts in Frankreich das Schlafzimmer seiner Schwester von fremden männlichem Dienstpersonal betreten wurde, um ihr Dinge zu bringen. In Großbritannien war es zu diesem Zeitpunkt bereits soziale Norm, dass der Diener die gewünschten Dinge dem Dienstmädchen der jungen Frau übergeben hätte und nur diese vertrautere Person das Schlafzimmer betreten hätte.

Viktorianisches Zeitalter

Im Viktorianischen Zeitalter wurde es zur Norm, dass Räume strikt einer Funktion zugeordnet waren. Privatsphäre galt nicht nur als wünschenswert, sondern als essentiell. ''The Architect'', ein Architekturmagazin der damaligen Zeit, hielt fest, dass die Nutzung eines Schlafzimmer für etwas anderes als Schlafen ungesund und unmoralisch sei.

Privatsphäre galt nicht nur als wünschenswert, sondern als essentiell. Idealerweise sollte bereits im Schlafzimmer das Bett so positioniert sein, dass es beim Öffnen der Schlafzimmertür nicht sofort sichtbar war. Es sollte außerdem so stehen, dass es auch der Zugluft des Kamins, der Fenster oder der Tür nicht ausgesetzt war.

Für die wohlhabendste gesellschaftliche Schicht in Großbritannien, die in weitläufigen Häusern lebte, galt es als undenkbar, dass sich ein Ehepaar ein Schlafzimmer teilte. Erwartet wurde, dass der Ehemann in seinem Ankleidezimmer schlief. Auch die Hausherrin verfügte zumindest nach der sozialen Norm nicht nur über ein Schlafzimmer, sondern auch über ein eigenes Ankleidezimmer, ein sogenanntes Boudoir.

Neben der Küche war das Schlafzimmer der Raum, der am ehesten durch Ungeziefer befallen wurde. Das war unter anderem darauf zurückzuführen, dass Matratzen ausschließlich aus organischem Material gefertigt wurden: Matratzen aus Pferdehaar galten als die qualitativ besten, solche aus Kuhhaare waren günstiger in der Anschaffung, hielten sich aber nicht so gut. Noch günstiger waren solche aus Wolle. Strohmatratzen waren auch noch in wohlhabenden Haushalten gebräuchlich: Sie lagen unter der eigentlichen Matratzen und sollte diese vor dem Bettrost schützen. Im Idealfall war jede Matratze in grobes Leinentuch eingeschlagen, um die Matratze vor Dreck zu schützen. Ein Untertuch wiederum hielt die einzelnen Matratzen zusammen. All diese Matratzen mussten täglich gewendet und aufgeschüttelt werden, da andernfalls das organische Material verfilzte und verklumpte. Ein Bett zu machen, bedeutete entsprechend das gesamte Bettzeug auseinander zu nehmen und neu zusammenzusetzen. Es gibt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts genaue Studien, die den Zeitaufwand für ein vollständig gemachtes Bett auf 30 Minuten pro Bett schätzen. In Jahresabstand sollten auch die Matratzen geöffnet und die Matratzenfüllung gereinigt und aufgeschüttelt werden. Die Historikerin Judith Flanders ist jedoch der Ansicht, dass dieser Arbeitsschritt so aufwändig war, dass er nur in den wenigsten Haushalten auch tatsächlich umgesetzt wurde.

Ungeziefer bekämpfen

Neben Flöhen waren Bettwanzen seit dem 17. Jahrhundert ein Problem, dass immer wieder Erwähnung fand und dessen Auftreten seit dem 18. Jahrhundert zunahm, ohne dass man den genauen Grund dafür kennt. Möglich ist, dass die dichtere Aufeinanderlegen in den Städten im Rahmen der Industrialisierung zu der Ausbreitung beitrug.<ref name="Flanders12"> Flanders: ''The Victorian House: Domestic Life from Childbirth to Deathbed''. S. 12. </ref> Als der angesehene schottische Historiker und Essayist Thomas Carlyle und seine Ehefrau Jane Welsh Carlyle 1834 in London ein neues Haus bezogen, hielt Jane Carlyle fest, dass ihr Haus unter all ihren Bekannten das einzige sei, das frei von Bettwanzen sei.<ref name="Flanders13"> Flanders: ''The Victorian House: Domestic Life from Childbirth to Deathbed''. S. 13.</ref> Bis 1843 gelang es ihr, ihr Haus von Bettwanzen frei zu halten, dann jedoch wurden im Bett ihres Dienstmädchens, das in der Küche stand, Bettwanzen gefunden:

Die radikalen Maßnahmen hatten Erfolg, die Bettwanzen schienen beseitigt zu sein. Zehn Jahre später trat dasselbe Problem auf, worauf Jane Carlyle das hölzerne Bett verkaufte und für das Dienstmädchen ein eisernes kaufte. Wenige Jahre klagte ihr Ehemann, der nach dem viktorianischen Ideal in einem anderen Raum schlief, dass er des Nachts ebenfalls von Bettwanzen gebissen worden wäre:

Üblich war es im Fall eines solchen Befalls, dass mit dem Schreiner das Bettgestell vollständig auseinandergenommen wurde. Das Bettgestell wurde mit Desinfektionsmittel und ebenso wie das Bettzeug mit Insektengift behandelt. Das wurde über mehrere Tage wiederholt. In schweren Fällen wurde der Raum, in dem Bett und Bettzeug sich befanden, luftdicht abgedichtet und im Zimmer Schwefel verbrannt.<ref name="Flanders14"> Flanders: ''The Victorian House: Domestic Life from Childbirth to Deathbed''. S. 14.</ref>

20. und 21. Jahrhundert

Positionen individueller Architekten

Im 20. Jahrhundert haben auch innerhalb der westlichen Welt einzelne Architekten zum Thema Schlafzimmer unterschiedliche Ideen vertreten.

Eines der großen Anliegen von Frank Lloyd Wright war es, Familien in einem stark akzentuierten Gemeinschaftsraum ? vor allem an dessen offenen Kamin ? zu versammeln. Schlafzimmer haben in den von Wright entworfenen Häusern meist niedrige Raumdecken; sie vermitteln ihren Bewohnern ein starkes Gefühl von Beschütztsein und laden sie zum Ruhen ein. Gleichzeitig sind diese Schlafzimmer klein und bieten Raum weder für Möbel noch für Aktivitäten. Die Bewohner sollten die Schlafräume nach Wrights Vorstellung wirklich nur zum Schlafen nutzen.

Situation in verschiedenen Ländern

Deutschland

Das bezifferte 1967 in der DIN 18 011 die Standard-Grundfläche eines Elternschlafzimmers mit 14 m².
Die Zahl war eine Empfehlung für den staatlich geförderten Wohnungsbau.

Im Jahr 2006 stand in 8,8 % aller Haushalte im Schlafzimmer ein Fernsehgerät.

Vereinigte Staaten

In den Vereinigten Staaten gibt es sehr häufig ein Badezimmer (''Master Bathroom'') mit Badewanne oder Dusche, Waschbecken und Toilette, das nur vom Hauptschlafzimmer (''Master Bedroom'') aus betreten werden kann.
Die durchschnittliche Grundfläche eines Hauptschlafzimmers in einem amerikanischen Haus beträgt 28,707 m². Kleiderschränke (engl. ''wardrobes'') sind in amerikanischen Schlafzimmern unüblich; stattdessen gibt es fest eingebaute Wandschränke (''closets''), die insbesondere in großen Häusern oft so geräumig wie ein kleines Zimmer sind (''walk-in closets'').

Literatur

  • Pascal Dibie: ''Wie man sich bettet. Von Bärenfellen, Prunkgemächern, Lasterhöhlen und Lotterbetten''. dtv, München 1993, ISBN 3-423-30388-3 (deutsche Ausgabe von ''Ethnologie de la chambre à coucher'')
  • Judith Flanders: ''The Making of Home''. Atlantic Books, London 2014, ISBN 978-1-78239-378-8.
  • Judith Flanders: ''The Victorian House: Domestic Life from Childbirth to Deathbed''. Harper Perennial. London 2003. ISBN 0-00-713189-5.
  • Ben Highmore: ''The Great Indoors: At Home in the Modern British House''. Profile Books London 2014, ISBN 978-1-84765-346-8.
  • Christoph Wilhelm Hufeland: ''Der Schlaf und das Schlafzimmer in Beziehung auf die Gesundheit''. Gädicke, Weimar 1802
  • Josef Kern: ''?Wie man sich bettet?. Anmerkungen zum Thema Schlafzimmer''. In: Bayerische Blätter für Volkskunde NF 4 (2002), Heft 1
  • Lucy Worsley: ''If Walls Could Talk: An intimate history of the home''. Faber and Faber Limited, London 2011, ISBN 978-0-571-25953-3.

Siehe auch

  • Dormitorium
  • Schlafzimmerbild

Weblinks

Einzelbelege